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Holzlamellen als Raumteiler: Systeme und Montage

Raumteiler aus senkrechten Eichenholzlamellen im Wohnzimmer

Holzlamellen teilen Räume, ohne eine geschlossene Wand zu bilden. Die senkrechten Leisten schaffen eine klare Zone, lassen aber Licht und Blick teilweise hindurch. Dadurch eignen sie sich besonders für offene Wohnbereiche, Eingänge, Treppen und Arbeitsplätze, die optisch getrennt werden sollen.

Je nach System werden die Lamellen zwischen Boden und Decke montiert, auf einer Grundplatte befestigt oder als freistehendes Element aufgestellt. Diese Seite erklärt Unterschiede, Maße und wichtige Punkte für Planung und Montage.

Aktuelle Holzlamellen-Systeme im Vergleich

Die folgenden Systeme wurden am 26. Juli 2026 auf Verfügbarkeit und Produktangaben geprüft. Entscheidend sind die tatsächliche Raumhöhe, der gewünschte Lamellenwinkel und die vom Hersteller vorgesehene Befestigung.

HEXIM Saragossa Eiche

HEXIM Saragossa Eiche

ca. 275 × 58 cm

Feste MDF-Lamellenwand in Eiche-Optik für schmale, moderne Raumzonen.

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KGM Komplett-Set 45°

KGM Komplett-Set 45°

ca. 100 × 270 cm

Schräg gestellte Lamellen für mehr Sichtschutz aus einer Blickrichtung.

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KGM Komplett-Set 90°

KGM Komplett-Set 90°

ca. 100 × 270 cm

Gerade Lamellenstellung für eine offene und symmetrische Raumteilung.

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Homestyle4u Holzlamellen-Paravent

Homestyle4u Holzlamellen-Paravent

ca. 170 × 120 cm, 3-teilig

Freistehende, faltbare Holzlamellen für Mietwohnungen und flexible Aufstellung.

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Welche Lamellen-Systeme gibt es?

  • Boden-Decken-Lamellen: Einzelne Holzleisten werden oben und unten befestigt. Die Lösung wirkt wie ein fester Bestandteil des Raums.
  • Lamellen auf Rahmen: Ein vormontierter Rahmen erleichtert gleichmäßige Abstände und kann je nach Ausführung an Wand, Boden oder Decke verschraubt werden.
  • Freistehende Lamellenwand: Sie benötigt keine durchgehende Deckenbefestigung, dafür aber einen stabilen Fuß und ausreichend Tiefe.
  • Drehbare Lamellen: Bewegliche Leisten regulieren Blickschutz und Licht. Beschläge und Bedienabstände müssen dauerhaft stabil sein.
  • Lamellen mit Akustikfilz: Holzleisten auf Filzpaneelen werden meist als Wandverkleidung eingesetzt; als Raumteiler ist ein beidseitig sauber ausgeführtes Trägersystem nötig.

Wie groß sollte der Abstand sein?

Der Lamellenabstand bestimmt die Wirkung. Kleine Abstände bieten mehr Sichtschutz und lassen die Fläche geschlossener erscheinen. Größere Abstände halten den Raum offener und heller. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht: Breite der Leisten, Blickwinkel, Raumhöhe und gewünschte Privatsphäre müssen gemeinsam betrachtet werden.

Praktisch ist eine Probe mit Papp- oder Holzleisten. So lässt sich aus verschiedenen Sitz- und Laufpositionen prüfen, wie transparent die geplante Wand tatsächlich wirkt.

Holzarten und Oberflächen

Eiche wirkt hochwertig und markant, kann aber schwerer und teurer sein. Kiefer und Fichte sind leichter zu bearbeiten und lassen sich gut lasieren oder lackieren. Furnierte oder beschichtete Werkstoffe bieten gleichmäßige Oberflächen. Entscheidend sind gerade, trockene Leisten und eine zur Nutzung passende Oberflächenbehandlung.

Geölte Oberflächen betonen die Maserung, lackierte Flächen sind oft pflegeleichter. Bei farbigen Lamellen sollte der Ton mit Boden, Türen und vorhandenen Möbeln abgestimmt werden.

Planung vor der Montage

Untergrund prüfen

Decke und Boden müssen die vorgesehene Befestigung tragen. Bei Fußbodenheizung, abgehängter Decke oder Mietwohnung ist Bohren nicht ohne Prüfung sinnvoll. Leitungen und Heizschleifen dürfen nicht beschädigt werden.

Maße mehrfach nehmen

Raumhöhen können variieren. Es wird an mehreren Punkten gemessen und das Montagesystem berücksichtigt. Bei zugeschnittenen Leisten sollte eine Montage- und Ausgleichstoleranz eingeplant werden.

Durchgang und Alltag

Die Lamellenwand darf keine Tür, Schublade oder wichtige Laufstrecke blockieren. Nahe einer Treppe sind Geländerfunktion, Abstände und örtliche Bauvorgaben gesondert zu prüfen; eine dekorative Lamellenwand ist nicht automatisch eine zulässige Absturzsicherung.

Vorteile und Grenzen

Vorteile Grenzen
lässt Licht durch und gliedert deutlich bietet keine akustische oder vollständige Trennung
natürliche, architektonische Wirkung exakte Ausrichtung ist bei der Montage wichtig
Abstand und Farbe frei planbar feste Systeme lassen sich nicht spontan verschieben
auch für schmale Bereiche geeignet Staub sammelt sich auf vielen Einzelkanten

Selber bauen oder fertiges System?

Ein Eigenbau erlaubt individuelle Maße, setzt aber präzises Messen, gerades Material und eine sichere Befestigung voraus. Fertige Systeme bieten aufeinander abgestimmte Profile und Beschläge. Bei hohen Konstruktionen, schwierigen Untergründen oder Bereichen mit Absturzgefahr ist professionelle Planung empfehlenswert.

Pflege und Sicherheit

Holzlamellen werden regelmäßig mit einem weichen Tuch oder Bürstenaufsatz entstaubt. Feuchtigkeit sollte nur sparsam und passend zur Oberfläche eingesetzt werden. Alle Befestigungen sind nach der Montage und später in Abständen zu kontrollieren. Scharfe Kanten werden vermieden, und bewegliche Lamellen dürfen keine gefährlichen Quetschstellen bilden.

Alternativen vergleichen

Wer Stauraum benötigt, ist mit einem offenen Raumteiler-Regal besser bedient. Für mehr Mobilität eignet sich ein Paravent. Weitere Holzlösungen zeigt die Seite Raumteiler aus Holz; alle Werkstoffe stehen in der Material-Übersicht.

Häufige Fragen

Kann man eine Lamellenwand ohne Bohren montieren?

Freistehende oder verspannte Systeme kommen je nach Konstruktion ohne Bohrung aus. Sie müssen trotzdem ausreichend standsicher und für die Raumhöhe geeignet sein.

Sind drehbare Lamellen blickdicht?

In geschlossener Position bieten sie mehr Sichtschutz, kleine Fugen und seitliche Blickwinkel bleiben jedoch meist bestehen.

Eignen sich Holzlamellen als Schallschutz?

Offene Lamellen allein dämmen Schall kaum. Akustisch wirksame Aufbauten benötigen zusätzliche absorbierende Materialien und eine passende Konstruktion.